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Anliegen des Zentrums

Zitat aus der Gründungskonzeption der Universität Potsdam1:

Das Interdisziplinäre Zentrum für Nichtlineare Dynamik an der Universität Potsdam verbindet theoretisch-methodische Untersuchungen in Mathematik und theoretischer Physik mit einer Vielzahl anderer Wissenschaften und zielt auf eine fruchtbare Wechselwirkung zwischen Theorie und Experiment. Unter Einbezug von Instituten und Großforschungseinrichtungen, die insbesondere im Potsdamer Raum angesiedelt sind, soll sich ein überregional bedeutender Schwerpunkt entwickeln, wie er an keiner anderen deutschen Universität in gleicher Weise interdisziplinär angelegt ist.

Arbeitsgebiete und mitwirkende Einrichtungen

In theoretisch-physikalischen und mathematisch-analytischen und numerischen Forschungen werden allgemeine Methoden zur Untersuchung nichtlinearer Systeme entwickelt. Dazu gehören auch Verfahren zur Auswertung experimenteller Daten und deren Bezug zu theoretischen Modellen. Insbesondere sind daran der Fachbereich Mathematik (inverse Probleme und dynamische Systeme, mathematische Physik) und der Fachbereich Physik (Lehrstühle für Nichtlineare Dynamik, Chaostheorie & Statistik) beteiligt.

Experimentelle und theoretische Untersuchungen an speziellen Systemen stellen eine unverzichtbare Komponente des Zentrums dar. Impulse und Anregungen von speziellen Systemen sind für die theoretische Arbeit von wesentlicher Bedeutung, da die bisher entwickelten Methoden noch längst nicht ausgereift sind. Aus den Anwendungen sind noch ungeahnte Einsichten in komplexe Strukturbildungsprozesse zu erwarten. Das Zentrum ist für einen großen Bereich verschiedenster Wissenschaften offen.

Aus heutiger Sicht ergeben sich aktive Querverbindungen zu folgenden Fächern bzw. Zentren an der Universität Potsdam: Physik, Chemie, Geowissenschaften (Phasenübergänge, Geodynamik), Zentrum für Umweltwissenschaften (Ökosysteme), Zentrum für Kognitive Studien (Naturwissenschaftliche Analyse von Erkennen und Wissen), Wirtschaftswissenschaften (Konjunktur, Wachstum) und Allgemeine Sprachwissenschaften (Sprachverarbeitung) sowie zu folgenden Instituten und Großforschungseinrichtungen außerhalb der Universität: Astrophysikalisches Institut Potsdam (Strukturbildung in eruptiven Systemen, Sonne und aktive Sterne), GeoForschungsZentrum Potsdam (Dynamik des Erdkörpers), Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin-Buch (Früherkennung von Herzerkrankungen), Alfred-Wegener-Institut (Paleo-Umweltinformationen und Klima) und Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (komplexe ökologische Modelle, Klima-Emissions-Problem).

Das Zentrum ist so konzipiert, daß es seitens der Universität wesentlich durch vorgesehene bzw. bereits besetzte Lehrstühle getragen wird. Ein wesentlicher Vorteil für das Zentrum ist der Standort Potsdam, der Zugang zu hervorragend ausgestatteten Großforschungseinrichtungen und Instituten ermöglicht. Eine wichtige Komponente ist die Einwerbung von Drittmittelprojekten.



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Udo Schwarz 2006-09-18