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Superhaufenidentifikation

 

Aus der Literatur sind zahlreiche Untersuchungen zur Ermittelung von Superhaufen bekannt (rood76, murray78, thuan80, bahcall84, batuski85, west89, postman92, zucca93, einasto94, kalinkov95). Alle diese Untersuchungen basieren auf einer Freund-Freund-Methode mit vorgegebenen Perkolationsradien und Dichteerh"ohungen gegen"uber der mittleren Dichte. Unterschiede zwischen den verschiedenen Autoren bestehen im Datenmaterial. Zwar verwenden alle diese Untersuchungen den urspr"unglichen Katalog von abell58 bzw. dessen Erweiterung [Abell et al.1989] mit den zur jeweiligen Zeit bekannten Rotverschiebungen, doch werden unterschiedliche Einschr"ankungen hinsichtlich des Entfernungsbereichs oder des Reichtums der Haufen gemacht. So sind auftretende Differenzen zwischen den Ergebnissen verschiedener Autoren zu verstehen.

F"ur den Vergleich mit den hier erzielten Resultaten wurden die Untersuchungen von bahcall84 (im Folgenden BS), zucca93 (ZZSV), einasto94 (EETDA) und west89 (W) ausgew"ahlt. Die Arbeiten von BS sowie von W liegen vor der Publikation des ACO-Katalogs, beschr"anken sich also auf den urspr"unglichen Abell-Katalog und damit auf das Gebiet n"ordlich der Deklination tex2html_wrap_inline4326. Daher ist f"ur mehrere der hier gefundene Superhaufen kein Vergleich mit den beiden Untersuchungen m"oglich. Die Arbeiten von ZZSV und EETDA bieten sich f"ur einen Vergleich an, da sie sehr detailliert sind.

W"ahrend die in den Analysen mit tex2html_wrap_inline4070 und tex2html_wrap_inline4096 beobachteten Strukturen meist eine gr"o"sere Anzahl von Superhaufen, insbesondere von ZZSV und EETDA, umfassen, ist mit den Ergebnissen aus der Analyse f"ur tex2html_wrap_inline4072 eine im wesentlichen befriedigende "Ubereinstimmung festzustellen. So werden die Konzentrationen von Galaxienhaufen in den Sternbildern Ursa Majoris (SCl 0.17.7 = EETDA 66), Corona Borealis (SCl 0.17.10 = EETDA 90), Horologium-Reticulum (SCl 0.17.4 = EETDA 27), Pisces-Cetus (SCl 0.17.3 = EETDA 6+130), Hydra-Centaurus + Shapleys Superhaufen (SCl 0.17.1 = EETDA 74+80) und Hercules (SCl 0.17.13 = EETDA 92) klar erkannt. Jedoch kann die in Abbildung 5.2 markante l"angliche Struktur SCl 0.17.1, die auch bei den niedrigeren Clustertemperaturen beobachtet wird, nicht in den n"aher liegenden Hydra-Centaurus-Superhaufen und den entfernteren Superhaufen von Shapley getrennt werden. Auch wird der Komplex A1367 - Coma-Haufen dem Hercules-Superhaufen (SCl 0.17.13) zugeordnet. Somit ist die Aufl"osung des hier verwendeten Verfahrens geringer als die der Methoden anderer Autoren. Andererseits wurden von dieser Methode ein derart auffallender Superhaufen wie der im Perseus nicht erkannt.

Trotz dieser Schw"achen bietet sich das hier verwendete Verfahren zur Auffindung von gro"sr"aumigen Strukturen im Kosmos als anderen Methoden nur geringf"ugig unterlegen an, wenn die Analysetemperatur hinreichend nahe am Phasen"ubergang zur paramagnetischen Phase liegt.

Die folgenden Tabellen enthalten f"ur die genannten Clustertemperaturen die Mitglieder der ermittelten Strukturen (Superhaufen), wobei lediglich die Abell-Haufen, nicht aber die armen s"udlichen Erg"anzungshaufen (Tabelle 5 bei abell89) ber"ucksichtigt wurden. Die Spalten geben die ACO-Nummer (1), die Reichtumsklasse R (2) und die Nummer des jeweiligen Superhaufens in den vier Vergleichsuntersuchungen (3) bis (6) an, denen der betreffende Galaxienhaufen zugeordnet wurde. Entsprechend enthalten die beiden letzten Spalten (7) und (8) die Nummer der Struktur an, in der sich der betreffende Haufen nach der Analyse mit den jeweils anderen Clustertemperaturen befindet.





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Udo Schwarz
Thu Mar 1 15:43:04 MET 2001