Theoretische Grundlagen zur Beschreibung von unimolekularen Singulett-Triplett-Übergängen in Aromaten und Heteroaromaten unter Berücksichtigung der Spin-Bahn-Kopplung auf der Grundlage der Rumpfpotentialmethode
Udo Schwarz,
31. Juli 1983

Das Ziel der Arbeit besteht in der Bereitstellung der theoretischen Mittel, die im Rahmen der Rumpfpotentialmethode eine Berücksichtigung der Spin-Bahn-Kopplung ermöglichen. Die Art und Weise der Einbeziehung der Spin-Bahn-Kopplung weicht von den üblichen Vorstellungen ab, da das Pi-System in der Rumpfpotentialmethode nicht durch Atomorbitale beschrieben wird. Es wird daher der Einfluss der Spin-Bahn-Kopplung betrachtet, der von dem durch die Pi-Orbitale repräsentierten ``Ringstrom'' herrührt. Bereits auf der Stufe der 1-Elektronenbehandlung wird eine Spin-Bahn-Kopplung angenommen. Eine SCF-Rechnung liefert spingemischte Spinorbitale. Zur Darstellung der Moleküzustände werden Linearkombinationen zweireihiger Detoren verwendet.