Universitätsbibliothek/Dezernat Fachreferate 13. 3. 2002 Enderlein

Sitzung der informellen Runde der Bibliotheksbeauftragten der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und Fachreferenten der Universitätsbibliothek am 6. 3. 2002 (Ergebnisprotokoll)

Haushalt

Trotz geringerer Gesamtzuweisung an Literaturerwerbungsmitteln für die Universität in 2002, hat die Math.-Nat.-Fak. ungefähr den gleichen Betrag erhalten, wie 2001 = 588.821.-?. Bei der Verteilung auf die Institute ergeben sich Unterschiede im Vergleich zum letzten Jahr, da bei einigen Fächern Lehrstühle dazugekommen sind (Geoökologie, Biologie), was dazu führt, daß bei den anderen weniger übrig bleibt. Da - anders als in den Vorjahren - weder Guthaben noch Schulden mit in das Jahr 2003 genommen werden können (vgl. Seite Haushaltsführung bei den Kontenmitteilungen), mußte zum Jahresabschluß 2002 ausgeglichen werden. Bedauerlicherweise wird die Zeile 1c (sonstige Änderungen, die im laufenden Jahr über nicht zum Anfang des Jahres zu berechnende Änderungen informiert), beim Jahresabschluß unterdrückt, obwohl gerade im vergangenen Jahr wichtige Informationen daraus zu entnehmen gewesen wären, nämlich die Abzüge einer weiteren Rate für das Web of Science und das elektronische Zeitschriftenpaket von Academic Press, beides wie in der BWK beschlossen. Diese Abzüge, zusammen mit einer zu niedrigen Einschätzung der Preisentwicklung bei den Zeitschriften seitens der UB, haben dazu geführt, daß fast alle Konten mit Festlegungen für bereits laufende Bestellungen und ganz besonders durch laufende Abonnements so stark belastet sind, daß im Moment keine weiteren Bestellungen mehr möglich sind (außer Biologie und Sportmedizin). Um keine Schulden in das Jahr 2003 mitzunehmen, müssen schon in diesem Jahr Zeitschriftenabbestellungen vorgenommen werden, da ja fast alle Institute die 80%-Grenze für Abos seit längerem überschritten haben. Das heißt konkret, der Betrag, der in der Kontenmitteilung in Zeile 4b (rechnerischer Rest) steht und bei den meisten ein Minus aufweist, muß ausgeglichen werden durch Abbestellungen. Wenn darüber hinaus noch Spielräume für Monographien geschaffen werden sollen, müßte entsprechend mehr abbestellt werden. Die Mitteilungen darüber müssen bis zum 30. Juni der UB vorliegen.

Künftige Schwerpunkte der Literaturversorgung

Ein Teil der Zuweisung sollte sicher für Ergänzungen bei den Lehrbüchern und aktueller Forschungsliteratur verwendet werden. Ein ausgewogenes Zeitschriftenangebot ist bei den geringen Mitteln ab 2003 nicht mehr zu finanzieren, so daß dort drastisch zu reduzieren ist. Zu halten sind dagegen möglichst die Nachweisdatenbanken wie SwetsNet, Web of Science und Current Contents, SciFinder u. ä.. Die dort gewonnenen Literaturnachweise können über die (Online)-Fernleihe realisiert werden. Die bei dieser Art der Dokumentbeschaffung anfallenden Kosten werden je nach Entwicklung der Nutzung pauschal durch die UB bezahlt oder auf die Institute umgelegt, die die Bestellung auslösen.

Dieser Vorschlag der UB wird von einigen Vertretern der Institute (Mathematik, Chemie) ebenfalls so gesehen, speziell bei Verfügbarkeit von Datenbanken, die den Bedarf abdecken. Für andere, eher interdisziplinär arbeitende Angehörige der Institute (Geographie, Sportmedizin) ist das Spektrum breiter angelegt und die Auswahl schwieriger zu treffen.

Wünschenswert für die UB ist es, Aussagen darüber zu erhalten, welchen Stellenwert die großen Datenbanken für die Institute haben und wieviel Geld in deren Finanzierung fließen sollte.