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Universitätsbibliothek

Dezernat Fachreferate

Treffen der Bibliotheksbeauftragten der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und Fachreferenten der Universitätsbibliothek am 6. 11. 2003 (Ergebnisprotokoll)

Neues Bibliothekssystem

Hintergrund für die Einführung eines neuen Bibliothekssystem ist die Einsparung von Arbeitsvorgängen. Die Komponenten Erwerbung, Katalogisierung und Ausleihe waren bislang getrennt und erforderten deshalb einen relativ hohen Arbeitsaufwand für Bestellung, Einarbeitung und Verwaltung der Bücher.

Der Anschluß an einen Bibliotheksverbund (GBV = Gemeinsamer Bibliotheksverbund) verbunden mit einem Umstieg auf ein anderes Bibliothekssystem (OCLC PICA) bedeutet eine wesentliche Arbeitserleichterung. Im Verbund gibt es eine umfangreiche Datenbank (Zentrale in Göttingen), in der schon häufig die Titel vorhanden sind, die die UB Potsdam erwerben will, so daß Daten übernommen werden können.

Außer dem gemeinsamen Katalog gibt es lokale Komponenten für die Erwerbung und die Ausleihe. So wird z. B. ein automatisches Mahnen beim Lieferanten in festgelegten Abständen möglich sein. In der Benutzung ist als Neuerung die Online-Bestellung - auch an einen anderen Standort - sowie Verlängerung und Einsicht in die eigenen Benutzerdaten möglich.

Die in der UB Potsdam zum Einsatz gekommene Version ist noch in der Einführungsphase und hat noch einige Kinderkrankheiten, die nach Möglichkeit nach und nach beseitigt werden sollen.

Detaillierte Informationen zum Bestellstatus sind nicht für jeden online abfragbar. Das hat in erster Linie technische Gründe. Einzelauskünfte zum Bestellstatus können vom/von der Fachreferenten/in gegeben werden.

 

Mittel

Die Situation zum Anfang des Jahres war etwas schwierig, da erstens noch die Haushaltssperre in Kraft war und zweitens die Mittelzuweisung über die ersten 650 000.-€ hinaus ausgesprochen unsicher war und auch nur zögerlich erfolgte, so daß Bestellungen für Monographien erst relativ spät im Jahr abgegeben und bearbeitet werden konnten. Daraus resultierte, daß die Bestellungen zwar an den Händler gingen, aber abzusehen war, daß ein deutlicher Anteil nicht mehr in diesem Jahr geliefert würde. Um die Mittel nicht verfallen zu lassen und keine "Notbestellungen" dafür zu tätigen, ist noch eine Frist (20. 11.) zur Abgabe von Bestellungen auf deutsche Titel bzw. aus deutschen Verlagen vorgesehen, die dann noch rechtzeitig vor dem Haushaltsschluß mit Rechnung lieferbar sind.

Nicht ausgegebene Mittel werden, wie in anderen Jahren auch, in das nächste Jahr übertragen.

Die Mittel für das nächste Jahr sind noch nicht gesichert, es fehlt eine 3/4 Million Euro.

Infolge der ab nächsten Jahr wirksamen Globalfinanzierung müssen die Mittel für die UB von der Universität kommen. HWP-Mittel sind beantragt in der Höhe wie 2003, also ca. € 750 000.-.

Schulungsangebote zur Informationskompetenz

Die im Frühjahr begonnenen Ansätze der UB, Fähigkeiten zur Recherche in Datenbanken an Mitarbeiter/innen und Studierende der Universität zu vermitteln, sollen fortgesetzt werden.

Prinzipiell wäre es wünschenswert, Angebote für Studenten mit den Lehrenden abzustimmen und in das Lehrangebot zu integrieren oder zumindest zeitlich und thematisch in die Nähe von Veranstaltungen zu bringen, für die diese Fähigkeiten auch gebraucht werden.

Die Ausgangssituation stellt sich je nach Fachrichtung unterschiedlich dar.

Beispiel Physik: Verankerung in Lehrveranstaltung theoretisch denkbar, aber praktisch nicht realisierbar, da der Zeitrahmen bereits ausgeschöpft ist. Statt dessen könnte ein fakultativer Kursus in den Semesterferien angeboten werden.

Beispiel Ernährungswissenschaft: für Studierende ab dem 5. Semester (ca. 15 - 20 Teilnehmer) soll nach Absprache mit dem Dozenten = Bibliotheksbeauftragten eine Schulungsveranstaltung durchgeführt werden.

Für weitere "Experimente" ist die UB offen.

Über diese mehr an fortgeschrittene Semester gerichteten Angebote hinaus ist es sinnvoll Anfänger stärker zu motivieren, allgemeine Einführungen zur Bibliotheksbenutzung zu besuchen. Dazu könnten z. B. die Fachschaften angesprochen werden - auch von beiden Seiten, um mehr Wirkung zu erzielen.

Enderlein
Potsdam am 24. November 2003

 


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