Dopplertomographie in der Astronomie

A. Schwope, Astrophysikalisches Institut Potsdam:

Die weithin aus der Medizin bekannten tomographischen Methoden finden in abgewandelter Form auch in der Astronomie Anwendung. Hier wie dort wird aus einem Satz von Schnitten, die unter verschiedenen Winkeln aufgenommen werden, ein Urbild errechnet. Wegen fehlender Ortsaufloesung werden in der Astronomie als Eingabedaten Spektrallinien benutzt, die Informationen ueber Geschwindigkeiten und Geschwindigkeitsverteilungen der Himmelskoerper tragen. Mit dieser Art der Geschwindigkeits- oder Dopplertomographie koennen Sternflecken, stellare Scheiben oder Massenstroeme in wechselwirkenden Doppelsternen sichtbar gemacht werden. Im Vortrag werden die interessierenden Himmelsobjekte, relevante Daten, Methoden der Rekonstruktion (MEM-Verfahren, filtered backprojection), Modelle und Ergebnisse vorgestellt.