
Inner Earth ist eine Sensation! Auf dieser CD ist zum ersten Mal der Klang unserer Erde zu erleben. Nicht unsere Vorstellung davon, nicht was wir an der Erdoberfläche für ihren Klang halten, sondern die Erde selbst - der Klang, den die Erde in Form von Erschütterungen, Vibrationen, Wellen erzeugt.
Dem Komponisten Wolfgang Loos (KooKoon) ist es gelungen, in Zusammenarbeit mit Frank Scherbaum, Professor für Geophysik an der Universität Potsdam, diese Schwingungen - den Klang der Erde - hörbar zu machen, gleichsam für das menschliche Ohr zu übersetzen. Er hat an unterschiedlichsten Orten der Welt aufgezeichnete Daten seismischen Ursprungs mit aufwendigen Verfahren zu Instrumenten transformiert und zu fünf musikalischen Sätzen komponiert.
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Wie klingt die Erde? |
| Die Erde ist unablässig
in Bewegung. In jeder Millisekunde seit Jahrmillionen. Es gibt
keinen einzigen Moment des Stillstands. Riesige Konvektionszellen im Erdinnern
verursachen eine stetige Reorganisation der Kontinentalplatten, auf denen
wir leben. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind die wohl spektakulärsten
und furchterregendsten Ausdrücke dieser Dynamik. Aber es gibt auch
subtilere Veränderungen, wie Gebirgsbildung oder Erosion, die wir
als Menschen kaum wahrnehmen.
Die Erde erzeugt Klänge. Ständig. In jedem Moment. Nicht akustisch sondern seismisch und außerhalb unseres Hörvermögens. Seismische Wellen, hervorgerufen durch Erdbeben, Vulkanausbrüche, Wind, Meeresbrandung, Verkehr, Explosionen usw. Diese werden kontinuierlich von hunderten von seismologischen Observatorien rund um den Globus aufgezeichnet. In der Seismologie werden diese Signale dazu genutzt, Informationen über die Struktur der Erde zu gewinnen und die Prozesse zu erforschen, die zu Erdbeben führen. Der größte Teil dessen, was wir über die Struktur des Erdinnern wissen, wurde mittels seismischer Wellen gewonnen. Für den Geophysiker ist mit seismischen Signalen aber auch eine starke visuelle Faszination verknüpft: Einzelne Wellenpakete enthüllen Unregelmäßigkeiten tief im Inneren unseres Planeten. Dispergierte Oberflächenwellen geben Auskunft über tiefenabhängige Änderungen der Ausbreitungsgeschwindigkeiten seismischer Wellen. Wie klingt die Erde? Hat die visuelle Faszination eines Seismogramms ein akustisches Äquivalent? Klingen Oberflächenwellen anders als Raumwellen? Klingen Erdbebensignale aus Kalifornien anders als solche aus China? Klingen Mikroerdbebensignale anders als Kernphasen? Solche Fragen haben uns über viele Jahre immer wieder beschäftigt. Fast über die gesamte Dauer unserer Freundschaft, die während einer gemeinsam besuchten Vorlesung in Musiktheorie an der Universität Tübingen in den frühen 70er Jahren begann. Wachgehalten wurde dieses Interesse zusätzlich durch die Lektüre von Joachim Ernst Berend's Nada Brahma, Die Welt ist Klang und durch Pierre Schaeffers musique concrète. Aber die Erde gibt ihre Musik nicht so leicht preis. Schon gar nicht auf dem vielleicht naheliegenden Wege der multiplikativen Frequenzverschiebung von Seismogrammen in den hörbaren Bereich. Die Ergebnisse sind - milde ausgedrückt - enttäuschend. Sie sind hörbar aber sie klingen nicht. Technisch ausgedrückt wird dies durch die mit der Frequenzverschiebung verursachte Signalverkürzung bedingt. Es brauchte viele Nächte im Studio, um eine Lösung für dieses Problem zu finden. Wir probierten unterschiedliche Methoden der Frequenztransformation, Konvertierung und der Transponierung der Klänge. Meistens endeten diese Versuche in einer Sackgasse. Die Methode der Formantenanalyse schließlich lieferte einen der technischen Schlüssel, die zu den Klängen führten, die Sie auf dieser CD hören können. Damit hatten wir das Klangmaterial, um das Instrument Erde hörbar zu machen. Das Ergebnis ist die CD "Inner Earth" auf der alles was Sie hören
ausschließlich aus natürlichen seismischen Signalen komponiert
wurde. Signale von Erdbeben, Meereswellen-mikroseismik und Signale vulkanischem
Ursprungs. Klangfragmente, die aus vielstündigem Signalmaterial, welches
wir durchsucht haben, entstanden sind. Neu arrangiert und komponiert, aber
ohne die Verwendung zusätzlicher Instrumente.
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Biografisches |
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Wolfgang Loos,
Frank Scherbaum,
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Pressestimmen |
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Sound ist massiv und von einer riesigen kathedralenhaften Monumentalität und Ewigkeit. Doch innerhalb dieser Archi- tektur hallen fast spielerisch kleine und kleinste Sequenzen. Sie entstehen, flirren, vergehen, werden verschluckt vom Großen und Ganzen. Eine Kopfreise zum Mittelpunkt der Erde - gelesen
haben wir sie ja schon als Kinder..."
"Klangbilder aus dem vielstimmigen Chor der Erdbewegungen..." Berliner Morgenpost brauchen." Südkurier
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