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Zeit:     6. Dezember 2006, 17.15 Uhr
Ort:     Haus 27 in Golm, Hoersaal 0.01, Universitaet Potsdam, Komplex II in Golm


1. Thomas Weikl, MPI fuer Kolloid- und Grenzflaechenforschung

        ''Uebergangszustaende in der Proteinfaltung''

Kurzfassung:
Die korrekte Faltung eines Proteins in seine dreidimensionale Struktur ist
Voraussetzung fuer die biologische Funktion des Molekuels. Fehler bei der
Faltung koennen zu Proteinaggregaten fuehren, die Krankheiten wie Alzheimer,
Parkinson oder das Creutzfeldt-Jakob-Syndrom verursachen. In den letzten
Jahren stellte sich heraus, dass viele kleine Proteine bei ihrer Faltung nur
eine einzelne Faltungsbarriere, einen Uebergangszustand, ueberqueren. Die
Faltungsdynamik dieser Proteine wird haeufig in Mutationsanalysen untersucht.
In meinem Vortrag stelle ich Modelle fuer die Faltungsdynamik vor, die es
ermoeglichen, strukturelle Informationen ueber den Uebergangszustand der
Faltung aus den experimentellen Mutationsdaten zu rekonstruieren.


2.  Reinhard Sigel, MPI fuer Kolloid- und Grenzflaechenforschung

     ``Kolloide als weiche Materie - Lichtstreuung an Grenzflaechen''

Kurzfassung:
Kolloide und weiche Materie sind zwei Klassen kondensierter Materie mit sehr
unterschiedlichen Eigenschaften. Waehrend weiche Materie sich durch schwache
Rueckstellkraefte auszeichnet, erfordert die Stabilisierung der grossen
inneren Grenzflaechen kolloidaler Systeme hinreichend starke repulsive
Wechselwirkungen. Dennoch ist es interessant, nach weichen Eigenschaften
kolloidaler Systeme zu suchen, da diese direkt mit dem Einfluss externer
Felder verknuepft sind. Zwei experimentelle Verfahren auf Basis der
Lichtstreuung zur Untersuchung von Fluktuationen in Grenzschichten
werden vorgestellt. Struktur und Dynamik an der ebenen
fluedssig-fluessig Grenzflaeche und den Grenzflaechen sphaerischer
Kolloid-Teilchen zum umgebenden Medium werden diskutiert.	

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