Berlin
Die Parkeisenbahn (KBS 12299; siehe Meldung vom 14.5) hat eine Gnadenfrist bis Ende Oktober erhalten.
Brandenburg
Der Bahnhof Sarnow (KBS 206.73) wurde nicht geschlossen.
Der Werksverkehr auf der Strecke zum Kraftwerk Rheinsberg findet weiterhin statt und soll zum kleinen Fahrplanwechsel eingestellt werden.
Sachsen
Die Übernahme der KBS 538 und 539 durch die Regentalbahn ist nicht erfolgt. Keine wesentlichen Änderungen zum alten Fahrplan.
KBS 812 Haßfurt - Hofheim
KBS A3 Warnemünde - Gedser (September 95)
KBS 524 Aue -Blauenthal (Seit September SEV)
KBS 268 Stendal - Niedergörne (1.1.1996)
KBS 302 Salzwedel - Dähre (1.1.1996)
KBS 758 Amstetten - Gerstetten
(war das schon zum 1.März oder noch nicht?)
Gleichfalls wurde zum Jahreswechsel der
Schienenersatzverkehr (Schienenverkehr gab
es schon nicht mehr) auf den Strecken
Oschersleben - Gunsleben (318), Schönhausen -Sandau (264), Kalbe - Beetzendorf (306) und Dähre - Diesdorf (302) in Sachsen-Anhalt eingestellt. Wegen eines defekten Viaduktes ist der Zugverkehr auf der Strecke 597 Berga = Kelbra - Stolberg z.Z durch Busse ersetzt,
er soll (wahrscheinlich?) 1997 wieder aufgenommen werden.
Kai (letzte Modifikation 20.5.1996)
Schöne Strecke durch die Mecklenburger Seenplatte. Sehenswert sind die Windmühle in Dabel gleich an der Bahn und der Bahnhof Karow, ein Nebenbahnknoten, in dem sich früher zwei- oder dreimal täglich die Züge aus allen 5 Richtungen trafen. Heute passiert das nur noch morgens gegen 8 Uhr.
Der Abschnitt Borkow - Karow wird nur noch von tgl. 2 Zugpaaren bedient (219, und DR-Abteilwagen oder Bmh ("lange Halberstädter"). Zwischen Sternberg und Borkow ist etwas mehr los.
Stichbahn durch relativ flaches und waldloses Land. In Poggelow und Groß Lunow gibt es noch besetzte Schrankenposten und interessante Emfangsgebäude. Das des Bahnhofes Gnoien stammt wohl aus den 20er oder 30er Jahren. Zwischen Thürkow und Groß Wüstenfelde ist eine 5km lange Langsamfahrstelle (10km/h) wegen des Unterbaus, d.h. die Fahrt auf diesem kurzen Abschnitt dauert eine halbe Stunde!
6 Zugpaare Mo-Sa, 5 So, 202 mit Abteilwagen.
Auch eine Stichbahn, das erste Stück führt durch den schönsten Teil der Mecklenburger Schweiz am Kummerower See entlang. Unweit des Darguner Bahnhofes ist eine interesante Schloßruine (nach Kriegsende ausgebrannt) und einen noch sehr gepflegten Bf. mit geöffneter FKA.
4 Zugpaare Mo-Sa, 3 So, 202 mit Abteilwagen.
Die erste Verbindung von Waren mit der Außenwelt, die Lloydbahn Neustelitz-Rostock kam erst Jahre später. Landschaftlich reizvolle, wenn auch nicht auffälige Gegend. Levenstorf hat ein interessantes EG. Das von Schwinkendorf ist zerstört, die Kirche dieses Dorfes ist aber sehr interessant. Der Bahnhof von Gielow ist noch besetzt.
Auch gerade mal drei Zugpaare, 202, DR-Abteilwagen.
Im Zusammenhang mit dem Rostocker Hafen entstand in den 60er Jahren diese Direktverbindung nach Rostock (bis Kriegsende gab es in dieser Gegend jedoch auf einer völig anderen Trasse eine Nebenbahn). Zu DDR-Zeiten fuhr etwa die Häfte der Züge Berlin-Rostock hier entlang, der Rest machte einen Umweg, um Güstrow anzubinden. Die vertakteten Interregios fahren jetzt alle über Güstrow, jedoch gab es Ausnahmen, so bis vor 2 Jahren der Neptun Kopenhagen-Prag. In dieser Fahrplanperiode nimmt der letzte abendliche Interregio von Berlin (nur Mo-Do und So) diesen Weg, im neuen Fahrplan wird auch er über Güstrow fahren.
Erbaut für militärische Zwecke. Man sieht auch noch etliche Kasernenanlagen an der Strecke, zuletzt meist von der Sowjetarmee genutzt. Die Strecke führt meist duech Wäder. Zwischen Jänickendorf und Jüterbog ist die Landschaft recht interessant. Nordöstlich von Jänickendorf gibt es noch Reste der bis in die 60er betriebenenen Schmalspurbahn Luckenwalde-Dahme. Interessant ist die Einfürung in den Bahnhof Jüterbog: Das Gleis für die Zossener Züge zweigt vor dem Empfangsgebäde nach links ab, als sollte ein Keilbahnhof entstehen. Hinter dem Bahnsteig kommt sogar noch ein Ausfahrsignal, es geht aber nirgendwo anders hin als auf den Bahnhofsvorplatz.
Derzeit: Zweistundentakt, Züge bis Berlin-Schönefeld durchgebunden (202, ein 2.Klasse-Wagen - manchmal Abteilwagen, manchmal By, ein Reichsbahn- Voll- oder Halbpackwagen).
Einstmals Hauptstrecke (kürzeste Verbindung Frankfurt - Cottbus), jedoch mit nur geringer Bedeutung für den Fernreiseverkehr. Bis vor gut einem Jahr fuhren Bummelzüge Frankfurt - Cottbus im Zweistundentakt. Mit dem letzten Fahrplanwechsel wurden dann die Durchgangsreisende in die langsameren und teureren RE-Züge über Eisenhüttenstadt und Guben geschickt, und das Angebot auf dem Mittelabschnitt Grunow-Peitz arg zusammengestrichen. Dann stieg unterwegs keiner mehr ein, und man kann die Strecke schon nach einem Jahr dichtmachen. Hübsche Strecke durch märkische Heide und Sand, fast auf der gesamten Länge noch von Telegrafenmasten gesämt. Einige interessante Bahnhofsgebäude (Jamlitz), zwischen Jamlitz und Peitz geht es kilometerlang über einen (ehemaligen?) Truppenübungsplatz.
z.Z: Mo-Fr noch vier Zugpaare.
Das vorletzte Stück der Niederlausitzer Eisenbahn. Die meisten Teile erwischte es schon im letzten Jahr, nur Herzberg-Falkenberg hat noch eine Gnadenfrist erhalten. Flache Gegend, nur die Stadt Luckau ist ganz interessant, große alte Kirche und mehrere Fachwerkhäuser.
Zweistundentakt, 202 mit Abteilwagen oder Ferkeltaxen
Das ist die erste Ostbahnstrecke, von Berlin nach Küstrin direkt ging es erst zwei Jahre später. Nach dem Krieg wurde sie im Frankfurter Bereich abgebaut. Jetzt zweigt die Strecke hinter Booßen von der Strecke Frankfurt-Eberswalde ab und erreicht bei Lebus wieder die alte Trasse. Es ist gut zu erkennen, daß die Strecke mal zweigleisig war. Hübsche Gegend, im Südteil ziemlich hügelig, dannach hinab ins Odertal mit interessanten Blicken.
Podelzig ist nach besetzt, anscheinend ist noch einiger Güterverkehr. Reitwein ist sehr verkommen. Die interessantesten Bahnhöfe sind Küstrin=Kietz und Kostrzyn, die auch weiterhin von Berlin aus bedient werden. Ersterer ist einer der wenigen Keilbahnhöfe in dieser Gegend, allerdings mit Verbindungsgleis zwischen dem südlichen (Frankfurter) und dem nördlichen (Berliner) Teil, Kostrzyn ist ein ziemlich verwinkelter Turmbahnhof. Noch auf deutscher Seite liegt im ehemaligen Kasernengelände auf der Oderinsel der ehemalige Bahnhof Küstrin-Altstadt, von der Oderbrücke sieht man gut die Reste der Festungsanlagen.
Zweistundentakt mit Ferkeltaxen oder 628ern
Schöne Strecke durch Wälder und an Seen vorbei. In Templin (sehr großer Bahnhof) kommen 4 Nebenbahnen zusammen.
Mo-Fr Zweistundentakt mit Ferkeltaxen. Sa-So Zweistundentakt zwischen Fürstenberg und Hohenlychen (ab 5.4. Stundentakt(!), aber ebenfalls mit schlechten Anschlüssen).
Heute fährt jeder zweite Sputnikzug von Schönefeld weiter nach Königs Wusterhausen (KW). (Diese Relation wurde zu DDR-Zeiten nur von einem einzigen Interzonenzugpaar befahren.) In Zukunft fahren alle "Sputnik"- Züge nach Berlin-Karlshorst bzw. enden in Schönefeld. Der planmäßge Personenverkehr endet nur auf einer kurzen Verbindungskurve am Grünauer Kreuz.
Ein Grund für die Einstellung des Verkehrs nach KW mag der Regionalexpress RE4 sein: Bislang fährt dieser fast leer zwischen Cottbus und Potsdam Pirschheide. Dagegen ist die noch bestehende Umsteigeverbindung RB22/ RE2 über KW genauso schnell, und wegen der deutlich kürzeren Streckenlänge erheblich billiger. Dem soll nun anscheinend ein Riegel vorgeschoben werden. Der RE4 wird dagegen bis Potsdam Stadt verlängert, mit umständlichem, und zeitraubendem Kopfmachen in Golm oder Werder, wodurch ein zusätzlicher Umlauf benötigt wird. Aber so sind eben die politischen Vorgaben...
Derzeit: Potsdam-Ludwigsfelde Mo-Fr Zweistundentakt; 143, By oder Abteilwagen, Dgs-Packwagen
Potsdam-KW Zweistundentakt; 143, zwei Doppelstockwagen
(alter Steuer- und modernisierter Zwischenwagen).
Dieser Abschnitt wird - mehrfach verschoben - nun wegen der Bauarbeiten zur Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin-Hannover seit 3.1.1996 im SEV betrieben. Interessannt ist der Bf. Rathenow - eine große freie Fläche liegt noch zwischen der Hauptbahn und dem Bahnhof der Brandenburgischen Städte Bahn. Letztere überquert die Hauptstrecke östlich des Bahnhofes auf einer Brücke. Die Zukunft der gesamten Strecke ist noch nicht so sicher.
Zweistundentakt mit Ferkeltaxen
Zwei Zugpaare, 202 und BY-Wagen, ab Rheinsberg 6.** und 14.**, ab Werkbahnhof nach einer sehr langen Umsetzzeit eine gute Stunde später.
Bahnhofsschließungen
203: Schönermark, Wahrenbrück, Zeischa, Haida, Lauchhammer Süd
206.12 Schönwalde, Falkenhagen, Klein Mutz, Vogelsang
206.25 Leuenberg
206.50 Hohenofen
206.51 Döberitz Nord
206.54 Schönberg
206.56 Linde, Darsikow
206.73 Sarnow
216 Beyern
Vielen Dank an Sven Jagdhuhn für die Informationen
Zum Fahrplanwechsel wird der Bahnhof Lützschena (Strecke Halle-Leipzig) geschlossen. Auch ein Kuriosum: die Station dient vor allem dem Berufsverkehr zur Sternburg- Brauerei, Züge halten dort nur zu den Schichtwechselzeiten.
Weitere Bahnhofsschließungen stehen auf den Strecken 538 und 539 an. Im Zuge der Übernahme
durch die Regentalbahn sollen Fahrzeitverkürzungen vor allem durch die Schließung etlicher,
z.T. gro&szler; Bahnhöfe erreicht werden. Im einzelnen sind betroffen:
Thoßfell, Eich, Auerbach ob.Bf., Grünbach, Muldenberg, Zwotental, Zwota-Zechenbach,
Stenn, Ebersbrunn, Irfersgrün, Rodewisch, Ellefeld
Von Gera aus führen mehrere Strecken nach Süden. Die Linien nach Weida (-Mehltheuer/Saalfeld) und Wünschendorf (-Plauen) liegen stellenweise nur wenige Meter auseinander. Die Verbindung Weida-Wünschendorf ist einige km lang, ganz hübscher Verlauf über das Elstertal. Bei Wünschendorf muß die Geraer Strecke überquert werden, diese Brücke ist ziemlich marode.
Mo-Fr 4,5, Sa/So 3,5 Zugpaare; 202 mit Reichsbahnabteilwagen
Verbindet in einem großen Bogen die Stadt Zeulenroda mit dem im Tal gelegenen unteren Bahnhof an der Strecke Gera-Mehltheuer. Unweit des unteren Bahnhofes geht es über ein Viadukt. In den 70er und 80er Jahren war der Personenverkehr schon einmal zeitweise eingestellt, damals vermutlich wegen des zu starken Güterverkehrs. Heute wird wohl gerade noch ein Anschluß bedient.
6..7 Zugpaare; 204 mit einem Bdghws Halbgepäckwagen (!)
Zum Bau der Hohenwarthetalsperre wurde eine elektrifizierte Eisenbahnstrecke gebaut. Leider verlor sie den elektrischen Betrieb in den 70er Jahren. Ein recht kurioser Verlauf: Sie zweigt vor dem Kopfbahnhof Schleiz ab, hat dann in Bahnhofshöhe einen Haltepunkt, erreicht dann den Hp. Schleiz West. Dort sollen in Zukunft die 628er aus Richtung Plauen enden. Weiter geht es, vorbei an der berühmten Bergkirche zur Talsperre. In Gräfenwarth gab es früher mal einen Abzweig zur Staumauer. Die Strecke könnte touristisch sehr interessant sein, leider wirkt sie recht heruntergekommen, und das schlechte Zugangebot schreckt ebenfalls ab.
Mo-Fr 4, Sa 3, So 2 Zugpaare; 201 mit einem Bmh