Diese Seite enthä:t einen Überblick über die Bahnstrecken, auf denen der Personenverkehr im Fahrplanjahr 1996/97 eingestellt wurde bzw. vor der Einstellung steht.

Aktuell
Übersicht
Details zu den Strecken

Stand: 25.3.1997

Eine Übersicht der Strecken, die im Fahrplanjahr 95/96 bzw. zum Fahrplanwechsel 1996 ihren Personenverkehr verloren, findet sich hier.

Kai - Uwe Thiessenhusen (kai@agnld.uni-potsdam.de)


Aktuell

  • Nach den Fahrplanvorschauen wird es auf folgenden Strecken ab Fahrplanwechsel voraussichtlich keinen Personenverkehr auf Schienen mehr geben:

    C10 Bad Brambach - Vojtanov, 206.35 Pfaffendorf - Beeskow (SEV auf diesem Teilabschnitt wegen schlechtem Streckenzustand), 217 Torgau - Pretzsch 233 (Bautzen) - Großpostwitz - Löbau, 247 Dürrröhrsdorf - Neustadt, 518 Freiberg - Langenau, 532 Pegau - Neukieritzsch - (Borna), 543 Greiz - Neumark, 567 Ilmenau - Großbreitenbach, 568 Suhl - Schleusingen, 577 Dorndorf - Kaltennordheim, 587 Querfurt - Vitzenburg, 603 Mühlhausen - Schlotheim


  • Am 22.1. fuhren aus "technischen Gründen" vorerst die letzten Reisezüge auf den Strecken 569 Eisfeld Sonneberg und dem Abschnitt Sonneberg - Lauscha der KBS 564. Die Sanierung ist noch offen.

  • Am 30.12. fuhr der letzte Reisezug auf der Strecke Schlettau - Crottendorf.

  • Der Probebetrieb der TRB (s.u. unter "Stillgelegt") auf der Strecke Schmalkalden - Kleinschmalkalden wurde am 14.11. abgebrochen.


    Übersicht

    Personenverkehr eingestellt

    hieß es in den letzten Monaten auf folgenden Strecken und -abschnitten (Details weiter unten):
    569    Eisfeld - Sonneberg (1/97)
    564    Probstzella - Sonneberg  (1/97) (in beiden Fällen
    Schienenersatzverkehr wegen starker Gleisschäden. Das Land Thüringen
    hat den Personenverkehr nicht abbestellt.)
    537    Schlettau - Crottendorf (12/96) 
    574    Schmalkalden-Kleinschmalkalden (11/96) 
    
    Zum kleinen Fahrplanwechsel September 1996
    138    Garstedt - Norderstedt Mitte 
    206.22 Golm - Werder  
    206.49 Forst - Weißwasser  
    
    502    Birkungen - Dingelstädt (Sommer 96- 1/97) 

    Fahrplanwechsel 1997

    wird voraussichtlich der Personenverkehr auf folgenden Strecken enden:

    Berlin

    202/206.12 Berlin Spandau - Westkreuz (dafür wieder Charlottenburg)
    203 Abschnitt Rummelsburg - Tierpark (Sperrung Hauptbahnhof)

    Brandenburg

    206.35 Pfaffendorf - Beeskow
    SEV auf diesem Teilabschnitt wegen schlechtem Streckenzustand

    Hessen

    621 (Brilon Wald) - Willingen - Korbach

    Sachsen

    217 Torgau - Pretzsch (Teilstück in Sachsen-Anhalt)
    233 (Bautzen) - Großpostwitz - Löbau
    247Dürrröhrsdorf - Neustadt
    518 Freiberg - Langenau
    528 Rochlitz -Waldheim 532 Pegau - Neukieritzsch - (Borna)
    C10 Bad Brambach - Vojtanov

    Sachsen- Anhalt

    587 Querfurt - Vitzenburg

    Thüringen

    543 Greiz - Neumark (Teilstück in Sachsen)
    567 Ilmenau - Großbreitenbach
    568 Suhl - Schleusingen
    577 Dorndorf - Kaltennordheim
    603 Mühlhausen - Schlotheim

    Akut gefährdet

    sind außerdem etliche Strecken, wobei, wie immer viel spekuliert werden darf:

    Brandenburg

    206.27 (Abschnitt Wensickendorf - Liebenwalde
    206.70 Pritzwalk - Putlitz

    206.25 Abschnitt Tiefensee - Wriezen
    206.29 Müncheberg - Buckow
    206.31 Zossen - Sperenberg
    206.33 Abschnitt Beelitz - Jüterbog
    206.43
    206.50 Rathenow - Neustadt
    206.52 Belzig - Brandenburg
    206.53 Neustadt - Neuruppin
    206.73 Abschnitt Pritzwalk - Kyritz

    Grenzübergreifende Strecken zu Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen sind ebenfalls in Diskussion: 174 Neustadt - Neuruppin
    214 Riesa - Falkenberg

    Mecklenburg - Vorpommern

    Hier ist zunächst nichts geplant, auf einer Reihe von Strecken wird aber das Angebot geprüft.

    Sachsen

    Hier findet anscheinend zum Fahrplanwechsel eine größerei "Flurbereinigung" statt (s.o.) Etliche Strecken sind darüberhinaus noch in Diskussion:
    233 Bautzen-Cunewalde-Löbau, 241.2 Dresden Klotzsche - Grenzstr., 239 Königsbrück- Straßgräbchen=Bernsdorf, 508 Riesa-Nossen, 514 Bienenmühle - Holzhau, 542 Wünschendorf-Werdau, 549 Leipzig Plagwitz- Pörsten, 584 Leipzig Leutzsch - Merseburg

    Sachsen-Anhalt

    262 262 Güsen - Ziesar 336 336 Klostermansfeld -Wippra
    337 diesem File.

    Zum Fahrplanwechsel im Mai 1996

    156    (Wismar) - Sternberg - Karow
    176    Teterow - Gnoien 
    177    Malchin - Dargun
    178    Malchin -Waren
    180    Lalendorf Ost - Plaaz
    206.31 (Zossen) - Sperenberg - Jüterbog
    206.40 (Frankfurt) - Grunow - Peitz - (Cottbus) 
    206.42 Lübben - Luckau 
    206.62 Frankfurt (Oder) - Küstrin=Kietz - (Kostrzyn) 
    203    (Abschnitt Potsdam=Pirschheide - Ludwigsfelde) 
    206.22 (Abschnitt Flughafen Schönefeld - Königs Wusterhausen) - Sept. mit 2 Zugpaaren reaktiviert 
    206.50 Rathenow-Rathenow Nord- (Neustadt Dosse) (SEV) 
    542    (Abschnitt Weida - Wünschendorf)
    546    (Abschnitt Zeulenroda ob Bf - Zeulenroda unt. Bf)
    548    (Schleiz)- Schleiz West - Saalburg 
    
    Innerhalb der Fahrplanperiode 95/96
    812    Haßfurt - Hofheim  (August 1995)
    A3     Warnemünde - Gedser (September 95)
    524    Aue -Blauenthal (Seit September SEV)
    268    Stendal - Niedergörne (1.1.1996)
    302    Salzwedel - Dähre (1.1.1996) 
    758    Amstetten - Gerstetten (1.3. 1996)
    206.64 Fürstenberg - Templin (19.5.1996)
    

    Details zu den Strecken

    Personenenverkehr eingestellt

    Brandenburg

    KBS 206.22 Abschnitt Werder - Golm 1995 wurden die "Sputnik"-Züge auf dem südlichen Berliner Außenring von Werder bis nach Golm (Standort der Potsdamer Uni) verlängert. Diese Verlängerung (bisher Stundentakt mit Lücken, Mo-Fr mit Garnituren aus 143 und einem modernisierten und einem nicht modernisierten Doppelstockwagen) entfiel, vermutlich mangels Bedarf.

    Zuletzt gab es übrigens drei Möglichkeiten vom alten Potsdamer Hauptbahnhof Pirschheide nach Golm mit dem Zug zu kommen: mit dem Sputnik, mit den Zügen der Strecke 206.12 Potsdam-Pirschheide--Oranienburg, und mit dem letzten RE Cottbus-Potsdam Stadt, der in Golm Kopf macht. Alle drei Möglichkeiten sind mit Fahrplanwechsel im September entfallen, die Oranienburger Züge wurden durch eine neue Linie Griebnitzsee-Potsdam Stadt - Hennigsdorf ersetzt, und der abendliche RE vekehrt wie die anderen über Werder. Nur die RE in Gegenrichtung Potsdam Stadt - Golm - Cottbus blieben.

    Dafür wurde die im Sommer eingestellte Verbindung (Potsdam)- Schönefeld - Königs Wusterhausen mit zwei Zugpaaren, allerdings ohne Anschluß nach Cottbus wiedereröffnet.

    Ebenfalls fiel zum kleinen Fahrplanwechsel das Zugpaar RB 5555/5556 weg, was im Sommer sonnabends verkehrte. Ob es im nächsten Sommer wieder fährt, ist noch unklar. Mehrere Streckenabschnitte werden sonst nicht planmäßig von Personenzügen befahren:

    Verbindung bei Bergholz von Potsdam Pirschheide nach Michendorf

    Verbindung bei Wustermark von Elstal (ex: Wustermark Rbf.) nach Priort
    , wegen Bauarbeiten ist auch auf dem Abschnitt Berlin=Spandau -Elstal kein PV

    Verbindung bei Ferch zwischen Ferch=Lienewitz und Seddin

    206.49 Forst - Weißwasser

    Die Strecke führte durch eine relativ dicht besiedelte Gegend, duch Wauml;der und vorbei an alten Industrieanlage. Früher wurde ab und an ein D-Zug hier entlang umgeleitet. Das Angebot wurde in den letzten Jahren immer mehr ausgedünnt, zuletzt fuhren nur noch 3..4 Zugpaare Mo-Fr. Die Stillegung war in den letzten Jahren immer in der Diskussion. Daß sie bereits zum kleinen Fahrplanwechsel erfolgt, wurde von den Ländern Brandenburg und Sachsen dementiert. So steht die Strecke auch noch im Kursbuch. Nichtsdestotrotz ist es leider Tatsache.

    Nach Informationen von Sven Jagdhuhn

    Rheinsberg-Werkbahnhof Kernkraftwerk

    Mitten im Wald, am wunderschönen Stechlinsee wurde in den 50er Jahren das erste Kernkraftwerk der DDR gebaut. Seit einigen Jahren stillgelegt, und es laufen derzeit die Demontagearbeiten. Der Pendlerverkehr wird mit zwei (nicht öffentlichen, aber die Schaffner lassen manchmal mit sich reden) Zugpaaren durchgeführt. Die Strecke zweigt etwa 1km südlich des Bahnhofes Rheinsberg von der Strecke nach Herzberg ab, und führt dann in nordöstlicher Richtung fast ausschlie&szlich durch den Wald. Im Vergleich zu dem, was die Umgebung sonst bietet, eher langweilig. Mitten im Wald gibt es noch Reste der Station Beerenbusch, wohin einst Transporte in ein Kinderferienlager gingen. Der Werkbahnhof am gut gesicherten KKW ist recht interessant. Der Werkspersonenverkehr sollte bereits im Mai eingestellt werden, hat sich aber doch bis jetzt gehalten.

    Zuletzt fuhren 2 Zugpaare, 202 und 1 Doppelstockwagen, ab Rheinsberg 6.** und 14.**, ab Werkbahnhof nach einer sehr langen Umsetzzeit eine gute Stunde später.

    Die Strecke hat sich bis zum 20.12.1996 gehalten.

    Auch der Werkverkehr Hoyerswerda - Sabrodt wurde im Sommer 1996 eingestellt.

    Hessen

    KBS 621a Bad Wildungen - Edersee

    Hier fand im Sommer Ausflugsverkehr an Sonntagen zur Talsperre Edersee statt, der am 15.9 endete. Im neuen Jahr wird für diese Strecke vermutlich keine Betriebsgenehmigung erteilt.

    vielleicht doch noch...

    Schleswig - Holstein

    KBS 138, Abschnitt Garstedt - Norderstedt Mitte

    Dieser 2km lange Abschnitt der AKN-Strecke wird durch eine Verlängerung der Hamburger U-Bahn ersetzt.

    Sachsen

    KBS 537 Schlettau - Crottendorf

    Eng ist das Tal, und es ging dicht an den Häusern vorbei, wie eine Straßenbahn. Die Crottendorf Gemeindeväter wollten die Strecke vor allem deswegen nicht mehr haben, weil sie dem Autoverkehr im Wege steht! Die Stillegung erfolgte nur deshalb nicht eher, weil das Verkehrsaufkommen (Schüler) noch recht hoch ist. Um dieses zu reduzieren, wurden in den letzten Monaten die Zugzahlen drastsich reduziert und alle möglichen Anschlüsse gekappt.

    Zuletzt fuhren 6..7 Zugpaare Mo-Fr an Schultagen, ganze 2 in den Ferien.

    Thüringen

    KBS 502 Abschnitt Birkungen - Dingelstädt (3km)
    Der letzte Rest der Kanonenbahn Leinefelde-Geismar. Der interessanteste Teil mit zahlreichen Tunneln und dem wunderbaren Viadukt in Lengenfeld unterm Stein wurde Ende 1992, das nächste Stück bis Küllstedt 1994 stillgelegt. Nun sind auf der Hauptstrecke Leinefelde - Mühlhausen umfangreiche Bauarbeitem im Gange, die Strecke ist gesperrt und Schienenersatzverkehr (über Dingelstädt) eingerichtet. Nach Fertigstellung der Bauarbeiten wird der Verkehr auf der Stichbahn (interessante Reste eines Kreuzungsbauwerkes zwischen Birkungen und Silberhausen) nicht wieder aufgenommen; stattdessen sollen Busse von Dingelstädt zum nahegelegenen Silberhausen fahren.

    KBS 574 Schmalkalden - Kleinschmalkalden

    10 km

    Mo-Fr fuhren bis Ende Oktober ganze 3 Zugpaare, am Wochenende gar nichts. Dabei ist die Gegend durchaus touristisch interessant. Der Betrieb könnte sich durchaus lohnen, vor allem wenn die Verlängerung von Kleinschmalkalden nach Brotterode reaktiviert werden würde.

    Zur Rettung der Strecke hat sich die private "Thüringer Rennsteigbahn" formiert. Sie startete Anfang November einen ursprünglich auf 4 Wochen angesetzten Probebetrieb mit Triebwagen der Dürener Kreisbahn. Wegen massiver Abstimmungsprobleme der drei beteiligten Bahnen nach sehr kurzer Vorlaufszeit wurde der Betrieb am 14.11. beendet.

    Sonderfahrten im Winter und ein erneuter Betrieb (irgendwann) sind vorgesehen. Information über die TRB sind unter der Nummer 06181 253 918 zu erhalten.

    Bahnhofsschließungen

    Pastitz (KBS 196, Mecklenburg-Vorpommern)

    Akut gefährdet...

    ...sind eine ganze Menge, wobei es sich nicht genau sagen läßt, wann welche Strecke nun wirklich an der Reihe ist.

    Brandenburg

    206.70 Pritzwalk - Putlitz

    17 km

    Stichbahn zur Verbindung der Kleinstadt Putlitz mit dem Knoten Pritzwalk. Hügelige, waldarme Gegend. Vor 2 Jahren spüte Hochwasser eine Brücke weg, was ein willkommener Vorwand zur Einstellung war, jedoch waren die Proteste zu stark.

    Mittlerweile hat die Prignitzer Eisenbahngesellschaft die Betriebsführung auf der Strecke übernommen und befährt sie mit einem blaugestrichenen Schienenbus (798). Der Fahrplan wurde geändert, um den Schüerverkehr besser abzuwickeln, die Fahrgastzahlen sollen sich erhöht haben. Seitens des Landes wird das Fahrgastpotential jedoch als gering eingeschätzt.

    Zweistundentakt mit Schienenbus

    KBS 206.27 Basdorf-Liebenwalde

    Seit Jahren in der Diskussion, und weil die Heidekrautbahn dank der Berlin-Nähe eine relativ starke Lobby hat, gibt es die Strecke immer noch. Freilich ist unklar, was hier nun (z.B. nach einer eventuellen Wiederübernahme durch die Niederbarnimer Eisenbahn) passieren wird, d.h. ob es nun zu Stillegungen kommt, oder im Gegenteil zur Wiedereröffnung der Verbindung von Basdorf nach Berlin-Wilhelmsruh oder gar von Wensickendorf nach Fichtengrund- (Oranienburg). Der letztgenannte Streckenabschnitt wurde in den 50er Jahren zur Umgehung Westberlins erbaut. Ab und an hat sich sogar mal ein umgeleiteter D-Zug dahin verirrt.
    Kurz vor Liebenwalde ist eine Brücke in ziemlich schlechten Zustand, deren Zustand nicht gerade die Chancen der Strecke erhöht. Eine ähnlicher Sitaution gibt es auch auf dem anderen Ast der Heidekrautbahn vor Groß Schönebeck.

    Bis Wensickendorf Mo-Fr Stundentakt, weiter nach Liebenwalde mit Bussen. Sa,So Zweistundentakt mit Ferkeltaxen auf der gesamten Strecke.

    206.29 Müncheberg - Buckow

    Stichbahn in die wunderschöne Märkische Schweiz. Bis nach der Wende fuhren dort Elektrotriebwagen. Seit Ende September ist dort, wie auch schon im letzten Winter, Schienenersatzverkehr. Ob es im nächsten Jahr weitergeht ist offen, aber diese Bahn hat dank ihrer touristischen Bedeutungeine relativ starke Lobby.

    Juni-September Stundentakt mit Ferkeltaxen; Ende September-Mai SEV (auch Stundentakt) >206.35 (Potsdam)-Beelitz-Jüterbog Zweistundentakt mit 202 und 2 Bm

    206.43 Falkenberg - Herzberg Stadt

    Das letzte Stück der Niederlausitzer Eisenbahnen. Fast erstaunlich, daß es das noch gibt, zumal Herzberg noch einen weiteren Bahnhof hat (Herzberg West, an der Berliner Strecke, 3km westlich der Stadt). Flaches Land. Interessant ist die Ausfahrt aus Falkenberg durch die sehr ausgedehnten Bahnhofsanlagen.

    Zweistundentakt, 232 3 Abteilwagen. Seit Ende September '96 werden die Züge bis Cottbus durchgebunden, dadurch entfallen aber die Anschlüsse in Falkenberg in die anderen Richtungen. In Herzberg stehen die Garnituren zwei Stunden herum,

    206.50 Neustadt - Rathenow

    Teilstück der Brandenburgischen Städtebahn durch flaches Wiesenland. Zwischen Rathenow Nord und Rathenow ist bereits nur noch Schienenersatzverkehr; die Strecke steht der Hochgeschwindigkeitslinie nach Hannover im Weg. Die DBAG hat kein großes Interesse am Wiederaufbau.

    Zweistundentakt mit Ferkeltaxen

    206.52 Brandenburg- Belzig

    lückenhafter Zweistundentakt mit Ferkeltaxen

    206.53 Neustadt-Neuruppin

    Zweistundentakt mit Ferkeltaxen.

    206.12 (Berlin) - Templin Stadt - Prenzlau

    40 km

    Hügel und Seen. Die Bahnhöfe machen alle eine ziemlich finsteren Eindruck. Zu DDR-Zeiten fuhren ein paar Urlaubs-D-Züge hier entlang. Interessant ist der große Bogen, den die Strecke um Prenzlau macht.

    Mit dem kleinen Fahrplanwechsel im September 1996 haben sich die Chancen der Strecke verbessert. Die Züge (628) fahren bis Berlin-Westkreuz durch, und es gibt wieder Wochenendverkehr. In Haßeben besteht Busanschluß nach Gerswalde und Boizenburg.

    262 Güsen - Ziesar

    Die Strecke liegt weitestgehend in Sachsen-Anhalt, nur der Endbahnhof und wichtigste Ort an der Strecke, Ziesar, in Brandenburg. Ansonsten, recht romantisch geht es am Rande des Fiener Bruches entlang. Sehenswert ist die Burg in Ziesar.

    Zweistundentakt mit Ferkeltaxen

    Hessen

    1997, nach Fertigstellung der Strecke Volkmarsen-Korbach:
     621    Brilon Wald - Willingen Korbach 
    
    Hier sind etliche schadhafte Viadukte etc. der Anlaß. Die Strecke soll aber erst dann dicht gemacht werden, wenn die Strecke aus (Kassel)-Volkmarsen nach Korbach wieder in Betrieb genommen wurde, daran hängt es im Moment wohl noch.

    Sachsen

    528 Rochlitz - Waldheim

    JMH schreibt über seine Hausstrecke:

    21 km. Eingleisige Nebenbahn. 3 Zugpaare tgl.

    Eröffnet am 6. Dezember 1893 nach sehr kurzer Bauzeit, aber jahrelangen Querelen im sächsischen Landtag. Nur der Hartnäckigkeit der damaligen Bürgermeister von Geringswalde (Herr Goldammer) und Hartha ist es zu verdanken, daß die Strecke gebaut wurde. Sie sah um 1914 täglich 14 Züge und hatte in den beiden Städten für erheblichen wirtschaftlichen Aufschwung gesorgt. Das Verkehrsaufkommen war Ende der Sechziger bis auf drei Zugpaare täglich zurückgegangen und dann wieder leicht gestiegen. Erwähnenswert die GmP zwischen Rochlitz und Geringswalde bzw. Hartha und die "Sandmännchenzüge" - durchlaufende LVT-Garnituren Altenburg - Waldheim. Die Haltestellen Arras und Obstmühle wurden nach dem zweiten Weltkrieg zu Haltepunkten zurückgebaut. An der Haltestelle Döhlen sollte Ende der Achtziger ein Heizwerk gebaut werden, das mit Lausitzer Braunkohle betrieben werden sollte. Deshalb wurden der Oberbau und die Brücken zwischen Waldheim und Döhlen erneuert, die Brücke über den Klosterbach in Geringswalde durch eine "voll tragfähige Behelfsbrücke" aus Armeebeständen ersetzt. Sie steht heute noch, denn nach der "Wende" verlief das Heizwerk-Projekt im Sande und auch der Fünfjahrplan, in dessen Verlauf die Klosterbachbrücke und die Muldenbrücke bei Rochlitz ersetzt werden sollten. Der marode Zustand der letzteren und der schon wieder schlechte Oberbauzustand (Alkalischwellen) sind nun schuld an langen Fahrzeiten, schlechte Anschlüsse tun ein übriges.

    Sachsen-Anhalt

    587 Querfurt - Vitzenburg 336 Hettstedt - Heligenthal 337 Klostermansfeld - Wippra

    Thüringen

    567Ilmenau - Großbreitenbach

    21 km

    Z.Z vier Zugpaare (Sa 3). Es fahren 204 mit einem Bom. Obwohl das Angebot miserabel ist und es parallelen Busbetrieb gibt, sind die Züge erstaunlich gut besetzt. Immerhin liegen neben Ilmenau drei kleine Städte an der Strecke, die auch landschaftlich recht interessant ist. Knackpunkt (im wahrsten Sinne des Wortes) ist das Viadukt in Gehren.

    KBS 568 Suhl - Schleusingen

    16 km

    Mo-Fr 4, Sa/So 3 Zugpaare

    Die Züge bestehen z.Z. aus einer 228 und einem Steuerwagen, der nicht als solcher genutzt wird. Sehr interessant, vor allem wegen der Steilstrecke zwischen Suhl Neundorf und Suhl Friedberg mit ca. 6 %, die steilste Reibungsbahn der DBAG. KBS 564 Probstzella - Sonneberg

    Erst einmal gesichert:

    Berlin

    KBS 12299 Berliner Parkeisenbahn

    600 mm- Strecke. Ehemalige Pioniereisenbahn und noch heute wird der Betrieb auf dem Rundkurs in der Berliner Wuhlheide weitestgehend von Schülern durchgeführt. Vor wenigen Jahren wurde die Strecke noch bis zum Bahnhof Wuhlheide (200.3) verlängert. Nun hat der Senat erst einmal die Fördermittel gestrichen, so daß äußerst ungewiß ist, ob der Betrieb nach der obligatorischen Winterpause (ab 28.10) im nächsten Jahr wieder aufgenommen werden kann.

    Bis 27.10 Fahrten Di-Do und am Wochende, an einigen Wochenenden mit Dampfloks

    Erst einmal ist der Fahrbetrieb auch 1997 dank Sponsoren gesichert.