Unter der sengenden Sonne Westafrikas ist es besonders wichtig, Wartezeiten sinnvoll zu überbrücken. Diese können mehrere Tage dauern, denn es gibt nur zwei Züge pro Woche.
Abfahrtszeiten in Dakar/Bamako: Mittwoch und Samstag 10:00 Uhr
Strecke: ca. 40 Stunden Fahrzeit für ca. 1250 km
Fahrpreis: ca. 30.000 CFA für Dakar-Bamako (Stand November 1997)
Achtung: Die Nebenstrecke Dakar-St. Louis wurde leider Ende 1996 geschlossen.
Senegal und Mali gehören zum islamischen Kulturkreis, doch wird in beiden Ländern passables Flaschenbier gebraut und natürlich auch getrunken. Der durstige Wartende sollte sich also keinesfalls mit überzuckerten Brausegetränken zufrieden geben, sondern unverzüglich die Suche nach einer "Bar" oder "Bar americaine" aufnehmen. Die unter dieser Bezeichnung firmierenden Lokale sind sehr volkstümlich, was wiederum die Reisekasse schont. BiertrinkerInnen aller Länder sind längst vereint und so macht man hier schnell die verschiedensten Bekanntschaften. Die sonst überall gepflegte Sitte, den Fremden beim Handel zu übervorteilen, scheitert an einem obligatorischen Preisaushang. Was noch wichtiger ist: Die Getränke sind immer gut gekühlt, eine Leistung, die man angesichts der bescheidenen Lebensumstände und der desolaten Stromversorgung im Sahel nicht genug würdigen kann. Und was trinkt man nun?
La Gazelle: Oft auch bière ordinaire genannt, kommt aus Dakar und bietet mit der 0,66 Literflasche das beste Preis-Leistungsverhältnis. Sehr leicht und erfrischend. Preis normalerweise 400 bis 750 CFA.
Flag: Das Edelbier im Senegal. Die 0,25er Flasche ist in diesen Breitengraden und bei den Temperaturen eher ein Witz. Kostet um die 700 CFA und kann wegen seiner Stärke schnell bewußtseinsverändernd wirken.
Castell: Das bisher einzige Produkt der noch jungen Brauereiindustrie von Mali. Üblich ist die 0,66 Literflasche (700 bis 1000 CFA), leider ist auch hier die kleine gemeine Gastronomieflasche auf dem Vormarsch.
Pastis: Sollte man probieren, denn meist gibt es tatsächlich das französische Original auf Eis schon ab 250 CFA.
Wein: Hat in Westafrika natürlich keine Tradition. Angeboten wird eine rötlich schimmernde Flüssigkeit dieses Namens im durchsichtigen Plastikbeutel oder im Tetrapack.
Und hier nun die Liste der wichtigstens Orte entlang der Bahnlinie:
Dakar: Restaurant/Bar an der Anlegestelle der Goree-Fähre (3 min vom Bahnhof) Cafe-Bar am Hotel Provencal, Rue Malenfants/Place de l` Independance (5 min) Viele einfache Bars zwischen Sandanga-Markt und Medina-Viertel (10 min)
Rufisque: Zwei Bars in der Altstadt (vom Bahnhof über die Hauptstraße, 3 min) Bar im Hotel Le Koussan (östliches Ende der Altstadt nahe Kirche, 7 min) Bar rechts neben Hotel Le Koussan (für Sparfüchse: La Gazelle nur 400 CFA)
Thies: Hotel Rex (vom Bahnhof durchs Marktviertel, 5 min) Bar schräg gegenüber vom Hotel Rex (preiswert, 5 min)
Diourbel: Bar (Im Zentrum, nördlich der Hauptstraße, 5 min) Hotel Le Baobab (Südlich vom Zentrum, 10 min, teurer)
Kaffrine: Bar Chez Mme. Janine (schräg nach links über den Bahnhofsvorplatz, 3 min)
Tambacounda: Zwei Bars an der südlichen Ausfallstraße (leicht zu finden, 3 min)
Goudiri: Mit etwas Glück findet man unter den Restaurants an der Hauptraße eines mit Bier (ca. 10 min, aber wir haben ja Zeit).
Kidira, Kayes, Kita: Auch hier muß es irgendwo Bier geben.
Bamako: Die guten Bars liegen sehr versteckt in den Vierteln Medina Coura und Bagadadji (ca. 20 min, am besten hinführen lassen) Hotel de l` Amitié (0,66er Flasche Castell kostet 1900 CFA, vom Bahnhof durchs Marktviertel, ca. 20 min)